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Enteignung Auf Russisch Doku HD

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Enteignung Auf Russisch Doku HD

by arte

Published February 18, 2014
Topics documentary


Mit dem Zerfall der Sowjetunion wurde das russische Staatseigentum im großen Stil privatisiert. Seitdem ist der Besitz im Land ungleichmäßig verteilt: Es gibt sehr reiche Menschen, die immer reicher werden, und extrem Arme. Doch seit es im Land Privateigentümer gibt, treten andere auf den Plan, die ihnen dieses Eigentum wieder wegnehmen wollen: "Raider", was soviel bedeutet wie "Angreifer" oder schlicht "Räuber".
http://www.youtube.com/watch?v=vpHQVuNRUrU

Im Dokumentarfilm "Enteignung auf Russisch" begegnen wir Menschen, die in den unterschiedlichsten Rollen mit Enteignungen konfrontiert wurden - als Täter wie als Opfer, als glücklich Entkommene wie als Angehörige von Getöteten. Filmemacher Gentelev interviewt Experten, die sich mit dem russischen Rechtssystem befassen und die Lage im Land analysieren. Die Liste der Verbrechen im Zuge feindlicher Übernahmen ist lang: Dokumentenfälschung, Korruption und Bestechung, Erpressung, schließlich Bedrohung und Mord. Das Business dieser „Raubzüge“ ist ein komplexer Prozess, der die gesamte russische Gesellschaft durchzieht. Auch Polizei, Behörden und Gerichte sind in das lukrative Geschäft eingebunden. Einige Opfer sind sich sogar sicher, dass die Verbrechen mit Einverständnis der allerhöchsten Ebene in der russischen Regierung begangen worden sein müssen.

Der Film liefert erschreckende Einblicke in eine organisierte Wirtschaftskriminalität von ungeahnten Dimensionen.

Doch nicht nur die Superreichen stehen im Visier der Enteigner. In einer Stadt wie Moskau, in der der Quadratmeter-Preis einer Eigentumswohnung in guter Lage auf über 20.000 US-Dollar steigt, wird jeder Laden, jedes Restaurant und jede kleine Eigentumswohnung potenzielles Ziel feindlicher Übernahmen. Auch davon berichten Interview-Partner, teils unter hohem persönlichem Risiko. Wie zum Beispiel die Künstler Alexej Grekov, Pavel Nikonov und Sergej Alimov, die es nur ihrem internationalen Renommee und einer breiten Öffentlichkeit zu verdanken haben, dass sie die Übernahme ihrer Ateliers abwehren konnten. Oder Marina Ovchinnikova, die zu neun Jahren Arbeitslager verurteilt wurde, als sie versuchte, sich gegen die Übernahme ihrer Eigentumswohnung zur Wehr zu setzen.

Der Dokumentarfilm ist eine Abrechnung mit dem russischen Rechtssystem und zeigt erschreckende Einblicke in die moderne russische Gesellschaft. Durch noch nie gesehenes Archivmaterial wird der Zuschauer Augenzeuge gewaltsamer Übernahmen von Wohnungen, Restaurants, Fabriken und Firmen und erlebt dabei die Skrupellosigkeit, mit der man in Russland jederzeit konfrontiert werden kann.


Run time 88'22''
Producer arte
Audio/Visual sound, color
Language German

Credits

Buch und Regie / Ecrit et réalisé par: Alexander Gentelev
Produzenten / Produit par: Simone Baumann, Sasha Klein

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